Gebühren

Was ein Mandat im Sozialrecht kostet

Außergerichtliche Beratung kann in einer Vergütungsvereinbarung festliegen. Widerspruch und Klage folgen dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, bemessen am Gegenstandswert. Die folgenden Beträge sind eine Orientierung aus der Kanzlei, kein Angebot, bevor die Akte gesehen ist.

Auftrag Bemessung Orientierung
Erstgespräch, etwa 45 Minuten, mit dem Bescheid auf dem Tisch Vergütungsvereinbarung 120 Euro zuzüglich Umsatzsteuer
Schriftliche Bescheidprüfung ohne Einlegung des Widerspruchs Vergütungsvereinbarung, Umfang nach Seitenzahl und Berechnungszeitraum ab 280 Euro zuzüglich Umsatzsteuer
Widerspruch gegen einen Sozialleistungsbescheid RVG nach Gegenstandswert, etwa dem Jahresbetrag der streitigen Leistung häufig zwischen 420 und 1.100 Euro zuzüglich Umsatzsteuer
Klage vor dem Sozialgericht RVG, Verfahrens- und gegebenenfalls Terminsgebühr nach Gegenstandswert; oft über Prozesskostenhilfe

Alle genannten Eurobeträge verstehen sich zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer, soweit das Mandat steuerpflichtig ist.

Beratungshilfe

Wer die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt, beantragt Beratungshilfe beim Amtsgericht Bremen. Der Berechtigungsschein ersetzt das vereinbarte Honorar durch die gesetzliche Beratungshilfevergütung. Der Eigenanteil beträgt derzeit 15 Euro und wird an die Rechtsanwältin oder den Rechtsanwalt gezahlt, sofern das Gericht ihn nicht erlässt.

Wie der Antrag gestellt wird, beschreibt der Hinweis zur Beratungshilfe. Bringen Sie den Schein zum ersten Termin mit, wenn er schon vorliegt. Fehlt er noch, kann das Erstgespräch trotzdem stattfinden; die Abrechnung klären wir vorher.

Prozesskostenhilfe

Für die Klage gilt die Prozesskostenhilfe nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung, die über das Sozialgerichtsgesetz anzuwenden sind. Das Gericht prüft die Erfolgsaussicht und die wirtschaftlichen Verhältnisse. Wird die Hilfe bewilligt, zahlt die Staatskasse die gesetzlichen Gebühren. Ein Eigenanteil oder eine Ratenzahlung kann das Gericht anordnen.

Steinernes Gebäude mit hohen Fenstern, aufgenommen von der Straße
Die Gebühr folgt der Akte, nicht einer Auswahl von drei Paketen.

Was den Betrag verschiebt

Ein Widerspruch gegen die Ablehnung eines einzelnen Monats Bürgergeld hat einen anderen Gegenstandswert als die Aufhebung von drei Bewilligungsabschnitten mit Erstattung. Ein Pflegegradstreit bemisst sich anders als eine Erwerbsminderungsrente. Deshalb nennen wir den voraussichtlichen Rahmen, sobald der Bescheid vorliegt, und bestätigen ihn in der Vergütungsvereinbarung oder im Gebührenhinweis nach dem RVG.

Auslagen für Akteneinsicht, medizinische Stellungnahmen, die Sie in Auftrag geben, und Gerichtskosten im Falle einer unterlegenen Klage bleiben gesondert. Einen Vorschuss erbitten wir, wenn die außergerichtliche Vergütung vereinbart ist und kein Beratungshilfeschein vorliegt. Die Erstattung eines Vorschusses beschreibt die Seite Erstattung.

Bescheid schicken und Rahmen erfragen